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Pessimist_Holdout.jpgPessimist – Holdout

MDD Records

 

Allewetter! Mit „Holdout“ legen PESSIMIST ein wirklich beeindruckendes drittes Album vor. „Holdout“ ist ein absolut durchdachtes und ziemlich perfekt in Szene gesetztes Thrash Album geworden. Das dicke „Old-School“ auf dem Infozettel kann man allerdings getrost streichen. Die eher zeitgemäße und sehr fette Produktion dürfte jeden Trve-Oldschool Thrasher schnell in die Flucht schlagen. PESSIMIST spielen Thrash, der natürlich im klassischen Thrash wütet, oft und gerne auch zeitgemäße Elemente in den Sound einbaut. Das Riffing erreicht schon mal das Aggressionspotential von Hatesphere und mit Breakdown ähnlichen Parts wird des Öfteren hantiert. Der Mittelteil des Titelsongs „Holdout“ ist in Sachen Melodie und Rhythmik ein astreines Metalcore Arrangement, das geschickt in den Song eingebaut wurde. Hier schaffen es PESSIMIST wirklich, dem totgesagten Genre „Thrash“ neue Facetten hinzuzufügen. Wirklich Old-School sind dagegen die Lyrics. Wie der Opener „Landsknecht“ schon andeutet, ist das Thema Krieg hier omnipräsent, bzw. das Album ist durchaus als Anti-Kriegs Konzeptalbum zu sehen. In „Landsknecht“, und auch im abschließenden 11 Minuten Epos „7-28“, werden auch mal deutsche Textpassagen eingebaut. Generell ist Straight-Forward nicht unbedingt die Paradedisziplin der Süddeutschen, denn Breaks und Tempowechsel sind eher die Regel, als die Ausnahme. Lediglich im zweiten Song „Roaring Thunder“ wird (fast) ohne Umwege nach vorne gethrasht. Alle anderen Songs sind mit vielen Tempowechseln und Breaks versehen und sprühen vor Ideenreichtum. Persönlich wären mir noch ein oder zwei straighte und kürzere Songs - nur zwei Songs bleiben unter der 5 Minuten Marke – recht gewesen. 08/15-Songwriting kann man PESSIMIST aber definitiv nicht vorwerfen. Paradebeispiel ist das schon erwähnte Epos „7/-28“, in dem keine Strophe der anderen ähnelt, aber immer wieder zum Refrain zurückgekehrt wird. Im Grunde gibt es an „Holdout“ also nix zu meckern, lediglich Bandgründer und Frontmann Michael Schweitzer brüllt die Songs etwas zu sehr in Grund und Boden. Die Vocals sind beeindruckend aggressiv, hier und da etwas Luft nach oben zu haben, anstatt durchgehend Vollgas zu geben, fände zumindest ich ganz gut.

 

(Schnuller)

 

http://www.pessimist-band.de/

 


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