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My Dying Bride - Ghosts of OrionMy Dying Bride - Ghosts of Orion

(Peaceville)

 

Die neueste Platte der Doom-Veteranen ist mit einem persönlichen Schicksalsschlag von Sänger Alain Stainthorpe verbunden, der sich mit der Krebsdiagnose seiner kleinen Tochter auseinandersetzen musste. Das Songwriting übernahm daher Gitarrist Andrew Craighan, der die Platte mehr oder weniger im Alleingang durchkomponierte. Große Überraschungen darf man zum dreißigjährigen Bandjubiläum trotzdem nicht erwarten. Es ist halt der typisch schleppende, traurig-melancholische Stil, wie ihn die Briten erfunden und kultiviert haben, der immer schön anzuhören ist, aber eben auch so seine Längen hat. So kommt „The Solace“ mit seinem nicht gut verständlichen Frauengesang eher sperrig daher, „The Long Black Land“ und „The Old Earth“ sind deutlich zu lang und bestenfalls Trauerweiden-Durchschnitt, das Instrumental „The Ghost of Orion“ besteht aus einer dreieinhalbminütigen Riffwiederholung und der Rausschmeißer „Your Woven Shore“ ist zwar atmosphärisch, aber eben leider auch kein richtiger Song. Wie die meisten ihrer Alben, so hat aber auch „Ghosts of Orion“ seine starken Momente: So bewahrheitet sich die Ankündigung der Band, diesmal stärker auf Eingängigkeit als auf Depressivität setzen zu wollen, vor allem bei „To Outlive the Gods“ und „Tired of Tears“, die mit wunderbaren Riffs und Gesangslinien aufwarten, die fast zu schön sind, um wahr zu sein, und der Opener „Your Broken Shore“ hat durchaus das Zeug zum Bandklassiker. Fans der Band werden also sicher nicht enttäuscht sein. Für alle anderen dürften drei starke Songs und ziemlich viel Füllmaterial eher zu wenig sein.

 

http://mydyingbride.net

 

(Torsten)


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