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NO RAZA - Transcending Material SinsNO RAZA - Transcending Material Sins
(Noble Demon)

Von Antioquia, einem Departamento im Nordwesten Kolumbiens, indes in den Sonnenstaat Florida übergesiedelt, haben die 1997 gegründeten Death Metaller NO RAZA mit "Transcending Material Sins" ihr viertes full-length Death-Brett am Start. Mit ihrem hart angerissenen, fast schon Industrial-artigem Riffing, bösen, sinistren, mehrfach übereinander gelegten Monster Vocals und fies gezockten Soli fahren die Südamerikaner eine ziemlich klare Linie. Ihre mächtige und düstere Atmosphäre wird bisweilen melodisch durchkreuzt, ist aber überwiegend straff durcharrangiert und lässt keine anderen Schlüsse zu, als dass sich hier etwas Böses zusammenbraut.


Wuchtiger, grooviger, durchdringender und modern ausgelegter Death Metal wird der geneigten Hörerschaft in elf Tracks und knapp 55 Minuten Spielzeit um die Ohren gehauen. Astrein in Szene gesetzte Soli und schnelle Riffabfolgen mit leicht technischem Einschlag, sowie ein endfettes, effektiv und impulsiv auf die Felle gedroschenes Drum-Gebolze, das sich des Öfteren in intensiven Blastgewittern entlädt und mal so richtig mächtig aus den Boxen föhnt, unterstützen die übereinander gelegten, dämonisch gutturalen Vocals von Frontmaschine Juan Guillermo Cano. Die sauber ausgearbeiteten Leads können dabei schon mal ins indigene abdriften, ansonsten wird hier in erster Linie derbe geschreddert. NO RAZADer groovige Combat Death Metal des Kolumbianischen Groove Monsters ist ausnahmslos kompromisslos und ballert präzise wie ein Schweizer Uhrwerk. Beim fünften Track "Sail in Rot" hat sich die Death Metal Horde NO RAZA sogar Unterstützung von Tony "Demolition Man" Dolan von den britischen Metallern VENOM INC eingeholt. 

In den teils apokalyptischen Texten des Death Metal Fourpiece geht es häufig um gesellschaftliche Themen, wie die Ausbeutung der Natur, Kultur, Rassismus, Diskriminierung, Gewalt, die trügerische Liebe für das Materielle und den Glauben an sich selbst. Abgemischt und gemastert wurde das homogene "Transcending Material Sins" in den Kohlekeller Studios zu Seeheim-Jugenheim (ABORTED, CREMATORY CRIPPER, POWERWOLF). Herausgekommen ist eine astreine, glasklare Produktion, in der jedes Instrument ohne weiteres herauszuhören und nicht das Geringste überlagert ist. Das Ganze dürfte an ausgesuchten Stellen allerdings gerne mal ein bisschen verspielter oder experimentell gesehen mutiger ausgestaltet sein, um offener und weniger statisch rüberkommen. Aber wie so oft ist auch dies einmal mehr Meckern auf höchstem Niveau, denn ansonsten haben die Jungs auf NO RAZA 4.0 so ziemlich alles richtig gemacht. Sie klingen dabei wie eine ausgereifte Mischung aus KRISIUN, KATAKLYSM, SINISTER und FEAR FACTORY. Zuweilen geht das effektive und krasses Geschranze auch Richtung Brutal Death Metal, wird aber zwischendurch immer mal wieder durch etwas niederfrequentere Gangarten aufgelockert.


(Janko)

https://www.noraza.net/

 

 

Hier checkt ihr das neueste Ton- und Bild-Material aus dem Hause NO RAZA:

On The Verge Of Dying Out:

https://youtu.be/eQWmCEDWHaw

 

Reborn:

https://youtu.be/HkHlz4KqlGA

 

Sail in Rot:

https://www.youtube.com/watch?v=FGgGZM5mgvY


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