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Revel  In Flesh - Relics Of The Deathkult Revel  In Flesh - Relics Of The Deathkult

(War Anthem Records)

Die, 2011 in Schwäbisch Gmünd gegründeten Old School Death Metaller REVEL IN FLESH sind mir zwar durchaus ein Begriff, jedoch sind sie aus unerfindlichen Gründen jahrelang an mir vorbei gelaufen. Somit ist das Compilation Album "Relics Of The Deathkult" mein erster echter Berührungspunkt mit dem Baden-Württemberger Quintett. Schade eigentlich, denn da hab ich bislang offensichtlich eine richtig starke, deutsche Doom Death Combo verschwitzt. Normalerweise spricht man ja vom US-Death Metal oder Schweden-Tod, aber da REVEL IN FLESH nun mal aus Good Old Germany stammen und ihr Sound - obschon grob der althergebrachten Schwedenschule zuzuordnen - sehr "deutsch" klingt, werfe ich jetzt mal den Begriff "DE-Death" in den Raum, der ihre musikalische Architektur am besten umschreibt. Ein klein wenig wie FLESHCRAWL, nur halt in der Grundausrichtung etwas langsamer...aber nicht allzu viel, denn der Rolling Panzer REVEL IN FLESH kann trotz der vielen doomigen Passagen schon ganz ordentlich auf die Tube drücken. Und das macht er dann auch nur allzu gerne in seinen 55:47 Minuten Spielzeit.

 

Die Schwaben REVEL IN FLESH, die mittlerweile vier Studio Longplayer veröffentlichten, wollten sich stets an ihren 90er Death Metal Vorbildern orientieren und authentische Soundlandschaftsbilder kreieren. Das ist ihnen auch durchaus gelungen, wie die elf "neuen" Tracks eindrucksvoll unter Beweis stellen. Revel  In Flesh - BandDie Compilation "Relics Of The Deathkult" kommt in einer Slipcase-CD Edition mit 12-seitigem Booklet. Sie ist vollgestopft mit raren Tracks und beinhaltet neben B-Seiten, 7" EP Formaten und Vinyl Bonustracks aus den Jahren 2012 – 2017, noch das extreme, schnelle, kompromisslose und undurchdringliche MASTER-Cover "Pay To Die", die wuchtige und kranke Auslegung des DEATH-Klassikers "Mutilation", sowie die geballte Ladung Blastbeat/Doublebass Action, mit enormem Durchsetzungsvermögen und morbidem, doomigem Break, in Form eines Remakes von "Deny The Light" der Brasilianer HEADHUNTER D.C. Bei den Aufnahmen, die keinerlei weiteren Nachbearbeitungen unterzogen und in ihrer Ursprünglichkeit belassen wurden, handelt es sich folglich um keine remasterten Versionen. Das war auch gar nicht nötig, denn selbige wurden damals ohnehin samt und sonders von Soundguru Dan Swanö in den UNISOUND Studios gemixt und gemastert.

 

Der basslastig gezockte, treibende Death Metal wirft neben den bonecrusher-schartigen Gitarrenklängen und dem ausdrucksstarken, kräftig dunklen, modrig-verfaulten Death Growling, zusätzlich einen saftigen, blutdurchtränkten Klumpen Groove in die Waagschale. Revel  In Flesh - CollageZu den doomig tiefenverzerrten Klängen gesellt sich als Kontrast immer mal wieder dezent einsetzendes, angepisst-ketzerisches Gezeter. Mit einer äußert gut reinlaufenden, angenehmen und stets dem stilistischen Moment angepassten Gitarrenarbeit, hat man ein feines Näschen für sinister aufeinander abgestimmte Arrangements bewiesen. Die ab und an eingesetzten Doom Elemente werden dabei allenthalben zur Auflockerung des authentischen Old School Death Metal, aus den tiefen Abgründen der (un-)menschlichen Seele eingestreut. Den melodischen Aspekt definitiv nicht vordergründig behandelnd, dennoch nie wirklich aus den Augen verlierend, wuchtet sich die schwäbische Death'n'Roll Walze REVEL IN FLESH voller mächtiger und kraftstrotzender Soundperspektiven durchs dichte und abwechslungsreiche Oldschool Death Metal Unterholz.

 

(Janko)

www.revelinflesh.com
https://www.facebook.com/Revel-in-Flesh-304228902958414/?fref=ts

 

 

Checkt auch das Lyric Video zu "The Ending In Fire": 

https://youtu.be/lLjCuDYFf-Q


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