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Thakandar - Sterbende ErdeThakandar - Sterbende Erde

(Einheit Produktionen)

 

Dystopischer Melodic Black/Death Metal wird uns von den 2008 gegründeten und in Osnabrück ansässigen Schwarzmalern THAKANDAR geboten. Nach der 2009er „Unleashed“ Demo und der 2012er „Shattered“ EP markiert „Sterbende Erde“ die erste full-length Schwarzwurzel der fünfköpfigen, niedersächsischen Black/Death Combo. Das Erstlingswerk wurde im November 2016 im Klangschmiede Studio E aufgenommen, gemixt und gemastert. Hier hat Sounddesigner Markus Stock (EMPYRIUM, THE VISION BLEAK, SUN OF THE SLEEPLESS) einen wirklich guten Job hingelegt, denn die astrein aufeinander abgestimmten Instrumente, wurden 1A abgemischt und dringen absolut sauber nach außen. Auch der Gesang, der mal mehr mal minder verständlich, dabei zumeist missgelaunt und wütend rüberkommt ist differenziert, wurde in seiner Tonstärkedynamik aber zu keinem Zeitpunkt deplatziert arrangiert.

 

"Sterbende Erde" ist die logische und mehr als passende Titelwahl, denn sie ist die perfekte Umschreibung der musikalischen Architektur der Niedersachsen. Facettenreicher, atmosphärischer Black Metal, der über ein niveauvolles Schlagzeugspiel verfügt, welches gerade in den Geschwindigkeiten sehr variabel rüberkommt und die entsprechenden Leitmotive vorgibt. THAKANDAR 1.0 weist immer mal wieder eine immense Fließgeschwindigkeit wie brodelnde Lava auf, wird aber überwiegend durch vergleichsweise zähflüssige Passagen, die hauptsächlich das musikalische Landschaftsbild von THAKANDAR prägen, durchkreuzt. Thakandar - BandDie Osnabrücker streuen indes die unterschiedlichsten Nuancen aus dem Death Metal Bereich in ihren interessant gestalteten Black Metal ein. Zusätzlich mit einem starken Gitarrensound und dem hellen, grimmigen Black Metal Gesang von Textschreiber und Sänger Xorg ausgestattet, knüppelt die Black/Death Combo THAKANDAR ebenso munter drauf los, wie sie sich auch bestens im Midtempo zurechtfindet.

 

THAKANDAR geben sich also keinem sinnlosen Geknüppel hin und sie verlieren auch zu keiner Sekunde das Ziel aus den Augen. Ganz im Gegenteil, denn die Niedersachsen gehen jederzeit mit Bedacht zu Werke und kreieren eine ansprechende, fast ausschließlich mit deutschen Texten behaftete Soundkulisse. In den sieben Tracks des Albums hat man auch diverse Gastmusiker untergebracht. So spielte Lestaya von FERNDAL das Cello im einzigen englischsprachigen Track "Signal Of Sorrow" ein. Ricarda Krabbemeyer, die Xorg in "Hinter Dem Schatten" und "Signal Of Sorrow" mit ihrer klar gesungenen bis rockigen Gesangseinlage unterstützte, übernahm auch den Pianopart im sechsten Track "Todesmarsch II: Verbannung". Für den Keyboardsound der Tracks "Sterbende Erde", "In der Asche der Alten" und "Todesmarsch II: Verbannung" zeigte sich hingegen Alboin (EÏS, FERNDAL) verantwortlich. Im Gegensatz zu dem recht hochwertigen Material das „Sterbende Erde“ über weite Strecken des 46:02-minütigen Albums bietet, ist mir der, mit 10:09 Minuten ganz klar an Überlänge leidende Titeltrack und Rausschmeißer allerdings schon fast etwas zu eintönig. Ansonsten legen THAKANDAR einen recht hohen Wert auf Abwechslung, die von der Instrumentalsektion bestens umgesetzt wird. Wie ein roter Faden zieht sich das Konzept einer postapokalyptischen, sterbenden Welt durch die gesamten Tracks. Die übriggebliebenen Erdenbewohner müssen alsbald feststellen, dass sie nun den hohen Preis der Dekadenz, Verschwendung und Gier ihrer Vorfahren in doppelter Münze zurückzahlen müssen.

 

(Janko)

 

www.thakandar.de

https://de-de.facebook.com/Thakandar/

 

 

Checkt das Track Video zu 

„Hinter dem Schatten“:

https://www.youtube.com/watch?v=VJ2f8oClWlY


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