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DeathDealer-HallowedGround.jpgDeath Dealer – Hallowed Ground

Sweden Music Group

 

Wenn ich die Worte „Power Metal“ höre, denke ich eher selten an ein grandioses Album von Pantera, sondern eher an ein Metalsubgenre welches mit viel zu viel Keyboard und glattgebügelten Melodien, meist schnell und ganz und gar nicht so aggressiv (für Metalverhältnisse) mit dem Zusammenleben von Elfen, Rittern und Zauberern beschäftigt.

Wie man vielleicht jetzt schon merkt bin ich diesem Subgenre nicht gerade zugetan; umso mehr wurde ich dank Death Dealers zweitem Studioalbum „Hallowed Ground“ dazu verleitet dem Genre nochmal eine Chance zu geben. Wenn auch dieses Werk der Amerikaner zum größten Teil eher wie eine Mischung aus klassischem Heavy- und Speedmetal à la Judas Priest Painkiller Ära (sowohl vom Songwriting als auch von der Produktion) und Manowar klingt, wird man hier nicht mit Themen wie Feenstaub und Ritterrüstungen belästigt. Doch bevor ich mich jetzt hier in Genrezuschreibungen verzettele, sollte ich doch zunächst erwähnen, dass es sich bei einem der Gitarristen um keinen geringeren als Ross the Boss handelt. Der Manowarbezug kommt hier also nicht von so weit her. Den Gesang übernimmt hier Sean Peck (Cage, Warrior) der hier eine Stimmleistung präsentiert, die ihresgleichen sucht. Mühelos springt Peck hier durch die Oktaven und liefert hier so einige Momente, bei denen ich mir ernsthaft die Frage stellen musste, warum ich seinen Projekten nicht schon viel eher meine Aufmerksamkeit geschenkt habe. Gerade am Ende des Songs „Plan of Attack“ schmettert der gute Herr einen High Scream aus den Rohren, den sogar die ganz großen Stimmakrobaten im Heavy Metal nicht besser hinbekommen hätten; mein lieber Herr Gesangsverein! Die Gitarrenarbeit operiert hier selbstverständlich auch auf allerhöchstem Niveau, das Duo bestehend Ross the Boss und Stu Marshall riffen und shreddern sich durch die Tonleitern, dass einem das Blech wegfliegt.

Einziger Abzug ist der von mir so sehr gehasste Keyboardeinsatz, auch wenn dieser nur marginal stattfindet, sowie der doch sehr MANOWAReske letzte Teil des Albums. Bei Zeilen wie im Refrain des Songs „The Anthem“: „HEAVY METAL, one for all, HEAVY METAL, hear the call, HEAVY METAL, do we die?, HEAVY METAL, you and I“ ist zumindest bei mir der Fremdschämfaktor deutlich zu hoch.

Power Metal oder nicht, „Hallowed Ground“ hat einiges zu bieten, da kann man auch ruhig mal als Subgenrefremder rein hören.

 

(Martin)

 

https://www.facebook.com/deathdealerband


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