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TheSanityDays_EvilBB.jpgThe Sanity Days – Evil Beyond Belief

Candlelight Records

 

Bei allem Respekt für die Musiker, macht es Sinn, auf Basis eines gefloppten Albums, ein neues Bandprojekt auf die Beine zu stellen? Im Falle THE SANITY DAYS steht das ungeliebte „In Search Of Sanity“ Album von Onslaught Pate, das seinerzeit (1989) quasi das Ende der Band einläutete. Der Wechsel vom rabiaten Thrash, zum gerade noch speedigen Metal, kam bei den meisten Fans gar nicht an. Zwar hatte man sich mit Steve Grimmet (Grim Reaper/Lionsheart) einen erstklassigen Frontmann geangelt, der machte den Unterschied zum Vorgänger allerdings nur noch größer. „In Search Of Sanity“ ist, für sich gesehen, mit Sicherheit kein so schlechtes Album, nach „The Force“ war es aber definitiv mindestens ein Schritt zu viel in eine kommerzielle Richtung. 2011 fanden sich diverse Ex-Onslaught Mitglieder, u.a. Steve Grice (Drums)und Steve Grimmet (Vocals) vom „In Search…“ Line up, zusammen. Man gründete THE SANITY DAYS, um die „In Search Of Sanity“ Songs auf die Bühne zu bringen. So viel zur Vorgeschichte…

 

Mit „Evil Beyond Belief“ haben die vier Herren nun ein Album aufgenommen, das sich nicht an „In Search…“ orientiert, sondern wieder zwei Schritte weiter geht. Auf „Evil Beyond Belief“ regiert durchgehend schleppender Heavy Metal. Uptempo gibt es fast gar nicht, eher vermehrt ruhige Momente und eine (Sorry!) größtenteils dröge Schlagzeugarbeit. Die Arrangements sind recht ausufernd ausgefallen. Vier Songs kratzen oder knacken gar die 8-Minuten Marke und die anderen gehen mit mindestens gut 6 Minuten ins Ziel. Zum Teil sind die Songs mit Intros und Zwischenspielen versehen, was auf ein Konzept schließen lässt. Allerdings ist alles sehr langatmig und wenig spannend ausgefallen. Schon der über 8 Minuten lange Opener „Charlie“ zieht sich ganz ordentlich. Aber auch bei den etwas kürzeren Nummern muss man sich Mühe geben, am Ball zu bleiben. Steve Grimmet hat immer noch eine starke Röhre, was man besonders im balladesken „Broken Wings“ hören kann, aber auch er kann dem Album nur bis zu einem gewissen Punkt Spannung verleihen. Im abschließendem „Firestorm“ findet man zwar noch mal etwas das Gaspedal, das hilft dem Album aber auch nicht richtig auf die Sprünge. Zumindest das Albumcover ist aber wirklich gelungen.

 

(Schnuller)

 

http://thesanitydays.com/


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