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Steel EngravedSteel Engraved – On High Wings We Fly

(SAOL/H'Art/Zebralution)

 

Bei Steel Engraved handelt es sich um einen Fünfer aus Bayern, der sich dem Power Metal verschrieben hat. Im Mittelpunkt von „On High Wings We Fly“, des zweiten Albums der Band, stehen straighte, eingängige und größtenteils sehr gelungene Mid- und Uptempo-Nummern, in denen sich eine sehr professionell agierende Band zeigt – wozu auch passt, dass Steel Engraved 2011 die Deutschland-Tour von WASP supporteten und 2012 europaweit mit ICED EARTH unterwegs sein werden. Stücke wie der flotte Opener „Deep Uprising“, die stampfenden Midtempo-Tracks „Forlorn Empire“ und „Black Gold“ sowie der hervorragende Rausschmeißer „Pray for the Dead“ überzeugen mit teils schweren, teils schnellen Riffs, einfallsreichen Gesangslinien, zweistimmigen Gitarrenläufen und durchweg geradlinigem, aber auch facettenreichem Songwriting. Wie vielschichtig die Bayern agieren können, zeigen sie mit keinem Song deutlicher als mit „Solitary Mission“: Nicht nur glänzt das mit atmosphärischen Kirchenorgeln beginnende Stück mit einem unglaublich guten Refrain, den man sich unbedingt mal angehört haben sollte. Es entwickelt sich darüber hinaus im zweiten Teil in einem ausgedehnten Zwischenpart in eine gänzlich unerwartete Richtung: Gut aufeinander abgestimmte zweistimmige Gitarren- und Keyboard-Läufe liefern sich hier ein hektischer und dramatischer werdendes Duell, das sich immer weiter zuspitzt, in einer alles niederwalzenden Doublebass-Attacke kulminiert und schließlich übergeht in einen ruhigen, traumartigen Part mit versonnenen Leads. Die Reise endet schließlich mit einer Rückkehr zum Refrain, der nun allerdings nicht einfach wiederholt, sondern noch einmal völlig neu interpretiert wird. Eine spieltechnisch und dramaturgisch so gelungene, epische Power Metal-Journey hat man wohl zuletzt beim Titeltrack von Stratovarius' „Elysium“ gehört. Mit diesem Stück spielen die Bayern definitiv ganz weit vorne mit! Insgesamt ist zu sagen, dass Steel Engraved das Genre sicherlich nicht neu erfinden - Referenzen wie Stratovarius, Helloween oder Gamma Ray sind durchgehend deutlich herauszuhören, und so bewegt man sich alles in allem in den vorgegebenen Konventionen des Genres. Dies aber tun sie durchweg souverän und überzeugend. Ein Kompliment ist auch Sänger Marco Schober zu machen, der nicht nur hervorragende Gesangslinien zu bieten hat, sondern auch ein breites Spektrum abdeckt und auch extrem hohe Lagen super hinbekommt. Wenige schwächere Nummern wie „Dead of Night“ oder das zuckersüße „Forever Lost“ tun der Sache keinen Abbruch. Insgesamt ein kurzweiliges und gelungenes, teilweise auch starkes Album.

 

http://www.steelengraved.de/

 

(Torsten)

 


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