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Komm und SiehKomm und Sieh

(Bildstoerung)

 

Russland 1943: Der 14 jährige Flyora gräbt sich auf Schlachtfeldern des 2. Weltkrieges eine Waffe aus um somit bei den Partisanen aufgenommen zu werden. Denn die lassen nur Leute mit Waffe in ihre Gruppe, das Alter scheint egal zu sein. Hautnah erlebt der unschuldig und brav wirkende Junge die Gräuel des Krieges, u.a. auch die Vernichtung seines Heimatdorfes durch die Wehrmacht. Auch ist er zugegen als ein Dorf voller alter wehrloser Leute und Kindern brutal niedergebrannt wird. Doch seine Kameraden von der Partisanen Gruppe zahlen es den Invasoren gnadenlos zurück. Der kleine Junge Flyora scheint am Ende des Films um Jahre gealtert…

 

Ein sehr realistischer, tiefgründiger Antikriegsfilm vom russischen Regisseur Elem „Agonia – Rasputin, Gott und Satan“ Klimov, gedreht 1985. Die Schrecken des Krieges werden in direkten, schonungslosen Bildern eingefangen – alles aus Sicht eines kleinen Jungen der sich dem blanken Horror stellen muss. Der Film bekam mega Kritiken und gilt als Meisterwerk des russischen Kinos. Die hier von Bildstoerung veröffentlichte Fassung hat den O-Ton an Bord und keine deutsche Synchro, aber natürlich UT´s. Der russische Ton macht das Ganze natürlich noch authentischer. „Komm und Sieh“ ist ein schwer verdaulicher Brocken der auch (bei 144 Minuten Spielzeit nicht verwunderlich) seine Längen hat – dann aber wieder erbarmungslos in die Magengrube schlägt.

 

Die Doppel DVD im Pappschuber hat den Film restauriert & uncut an Bord mit DD 2.0 Ton und sauberem Bild. Dazu ein sehr dickes Booklet und auf der Bonus DVD fette Extras:

– Audiokommentar mit Barbara Wurm (Auswahlkomitee Berlinale) und Filmkritiker Olaf Möller
– KLIMOW (1988) – Eine Dokumentation von Ron und Dorothea Holloway (50 Min.)
– AUS DEM FEUERDORF (1975) – Drei Kurzdokus von Wiktar Daschuk (50 Min.)
– WER KEINE ERINNERUNG HAT, HAT AUCH KEIN LEBEN (2020) – Videoessay von Michal Kosakowski und Marcus Stiglegger (35 Min.)
– Interview mit Regisseur Elem Klimow (20 Min.)
– Interview mit Hauptdarsteller Aleksei Krawtschenko (13 Min.)
– Interview mit Set Designer Viktor Petrow (8 Min.)
– Interview mit Regieassistent Wladimir Kozlov (22 Min.)
– Making Of (10 Min.)
– Trailer
– Bildergalerien

 

(Arno)

 

 


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