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totentanz nr. 29

Totentanz on

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Open the DoorOpen the Door
(Tiberius Film)

 

Ex-Cop Brett nimmt einen scheinbar gemütlichen Job als Sicherheitsbeauftragter in einem nahezu leer stehenden historischen Gebäude an. Zwar verwundern ihn die mysteriösen wie minutiösen Anweisungen seiner neuen Vorgesetzten, doch hofft Brett, in all der Ruhe den Selbstmord seiner Frau verarbeiten zu können. Als er jedoch seltsame Schatten auf den Überwachungsmonitoren entdeckt, lässt er sich von seinem Vorgänger Jakob über die Geschichte dieser Mauern aufklären: Das Haus wurde auf einem der sieben Tore zur Hölle erbaut und nur die präzise Einhaltung gewisser Regeln verhindert, dass die Bewohner der Nachwelt sich ihren Weg ins Diesseits bahnen.


Open the Door, preisgünstig in Bulgarien gedreht und mit Genre-Ikone Robert Englund als blindem Ex-Nachtwächter veredelt, startet recht gemächlich und verdichtet seine Atmosphäre mit jeder Minute. Überhaupt stehen hier Stimmung und Wirkung mit düsteren Bildern, cthulhuesken Symbolen, shining’schen Zwillings-Visionen und dem einen oder anderen Jumpscare deutlich über Tugenden wie Storytelling oder verschachtelten Handlungssträngen. Zwar gibt es im Verlauf ein oder zwei mehr oder weniger gelungene Twists, doch im Großen und Ganzen wird lediglich in vollkommener atmosphärischer Dichte auf das Öffnen des Portals hingearbeitet, woraufhin die Haunted-House-Nummer um ein paar schöne Wiedergänger-Szenen im Romero-Stil erweitert wird. 


Der große Wurf ist Regisseur Patricio Valladares mit Open the Door freilich nicht gelungen, dazu ist das Drehbuch zu schwach und besonders am Ende etwas zu konfus. Einen handwerklich soliden B-Heuler mit toller Atmosphäre und erstklassigem Look hat er aber allemal auf die Beine gestellt. Erfreulicherweise wurde dem Film in unseren Breiten eine professionelle Synchronisation zuteil, welche allerdings nicht von den gelegentlich tumben Dialogen ablenken kann.


Die Blu-ray wartet mit grandiosem Bild und sehr gutem Ton (deutsche und englische 5.1-Spur ähneln sich im Klang sehr) auf, liefert jedoch leider keinerlei Extras außerhalb der üblichen Trailer, obwohl auf dem Backcover ein Making of angekündigt wird.

 

(mosher)


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