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totentanz nr. 29

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Killing Soldier – Der KriegerKilling Soldier – Der Krieger

(Tiberius)

 

David, ein unauffälliger Schüler, der allerdings von düsteren Visionen geplagt wird, erweist sich als das Ziel einer Spezialeinheit, die aus heiterem Himmel den Klassenraum stürmt. Seiner Verhaftung widersetzt sich der Junge allerdings in imposanter Weise, indem er das gesamte schwerbewaffnete Kommando vermöbelt, dass sich die Balken biegen. Damit ist eine brutale Menschenhatz eröffnet. Agenten in schwarzen Anzügen sowie sinistre Martial Arts Superkämpfer, die alle auf der Lohnliste eines dubiosen Konzerns zu stehen scheinen, sind David auf den Fersen.


Als würde nicht jedem einzelnen Zuschauer bereits nach wenigen Minuten klar sein, dass David von jenen Finsterlingen gejagt wird, welche ihn erst zu dieser Kampfmaschine gemacht haben, deutet die Inszenierung hauchzart an, dass Killing Soldier sein Publikum im Dunkeln tappen wähnt. Spoilergefahr besteht hier dennoch nicht, denn im Kern ist genau das die ganze Story. Zwar tauchen später noch die „großen Fünf“ als bunte Pixelpunkte auf einem Bildschirm auf und führen mit dem Big Boss aus unserer „Geschichte“ nebulöse Dialoge über Phase I und Phase II. Doch hätte ein Gespräch über die vertikale oder horizontale Lagerung chinesischen Reises die Handlung an jeder Stelle nur unwesentlich weniger vorangebracht.


Inhaltlich also gelinde gesagt etwas dünn, setzen Regisseur James Mark und sein Bruder und Hauptdarsteller Chris also voll auf die Action. Kein Wunder, verdingten sich beide doch jahrelang als Stuntmen oder sorgten in Kleinstrollen für Action. Mit Killing Soldier verwirklicht sich das Brüderpaar nun also im wahrsten Sinne des Wortes selbst. Und hier punktet der Film dann auf ganzer Linie. Die Fights sind bis ins kleinste Detail durchchoreografiert und erstklassig ausgeführt. Besonders auffällig ist, dass hier keinerlei Cuts mögliche Timingprobleme vertuschen müssen, sondern ganz im Gegenteil viele Kämpfe in lange ungeschnittenen Sequenzen ablaufen. Dabei lässt James seinen Bruder ordentlich hinlangen, mit diversen Waffen und Hilfsmitteln hantieren und so auch für ein paar krude Momente sorgen, die die 18er-Freigabe durchaus rechtfertigen. Die Over-the-Top- und CGI-Anteile springen bei den Kämpfen zwar ins Auge, bewegen sich aber in einem vertretbaren Rahmen, schließlich besitzt die Story dezente Fantasy-Elemente. Sich darüber allerdings den Kopf zu zerbrechen, wäre reine Zeitverschwendung, hier liegt der Fokus einzig auf der Action und an der Front liefert Killing Soldier ohne wenn und aber ab.


Tiberius spendiert dem Action-Brett standesgemäß ein messerscharfes Bild, die Tonspur kann da nicht ganz mithalten. Einige Szenen bringen zwar ordentlich Krawall ins Wohnzimmer, insgesamt bleibt der Sound aber eine Idee zu schwach auf der Brust.

 

(mosher)

 


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