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The SignalThe Signal

(Ascot Elite)

 

Fernsehgeräte senden nur noch ein buntes Testbild und komische Tonspuren. Dieselben Töne kommen auch aus Mobilfunk- und Festnetztelefonen. Was niemand weiß, ist, dass diese Töne und wirren Bilder die Menschen aggressiv machen und in den Wahnsinn treiben.

Beste Voraussetzungen also für einen Zombiefilm indem drei Protagonisten besonders stark unter die Lupe genommen werden. Die Hauptakteure sind Mya, Ben und Lewis. Mya ist mit dem aggressiven Lewis verheiratet und Ben ist Mya´s Liebhaber.

Was jetzt kommt ist das Beleuchten der drei Figuren aus der Sichtweise von drei Regisseuren. David Bruckner, Jakob Gentry und Dan Bush zeichnen ein Endzeitszenario aus drei Perspektiven. Die erste Perspektive widmet sich Mya. Sie kommt nach dem Liebesabenteuer mit Ben nachhause und stellt fest, dass nicht nur Lewis aggressiver ist als sonst, sondern auch, dass ihre Nachbarschaft verrückt spielt. Nachdem Lewis einen seiner Freunde erschlägt flüchtet Mya und übernachtet bei einer kurz darauf auch toten Nachbarin. Am nächsten Morgen macht sie sich - vorbei an aggressiven Psychopathen - auf den Weg zum Bahnhof, in der Hoffnung dort Ben zu treffen und mit diesem ein neues Leben zu beginnen. Was sie nicht weiß ist, dass Ben auf dem Weg zu ihr ist um sie in Sicherheit zu bringen.

Der zweite Abschnitt widmet sich dem aggressiven Ehemann Lewis, der sich nicht damit abfinden möchte, dass seine Mya ihn verlassen hat und zu allem Überfluss auch schon einen Neuen hat. Er lernt ihren Liebhaber kennen und von Anfang an zu hassen. Kampf mit Ben und die Suche nach Mya runden den zweiten Abschnitt des Filmes ab.

Der dritte Part zeichnet die Geschehnisse aus Ben´s Perspektive. Dieser ist der Einzige, der verstanden hat, dass die Fernsehsignale für das wirre Verhalten der Menschen verantwortlich sind. Auch in diesem Abschnitt wird mit Lewis gekämpft und Mya gesucht.

Jeder der drei Regisseure hat ein Segment abgedreht. Der erste Abschnitt wirkt recht depressiv, einem Endzeitszenario angemessen sowie insgesamt spannend und sehr stimmig. Der zweite Abschnitt, die „Lewis-Perspektive“, erscheint eher satirisch, mit Ansatzweise gesellschaftskritischen Momenten, die jedoch ziemlich halbherzig in Szene gesetzt werden. Der dritte Abschnitt scheint ein Mittelding der beiden vorhergehenden zu sein, zieht sich allerdings zunehmend da dem Film langsam aber sicher die Puste ausgegangen ist.

Die drei Regisseure hatten eigentlich eine gute Filmidee. Gescheitert sind sie allerdings an ihrer Umsetzung. Zu unstimmig sind die Übergänge von Action-Drama, Satire, Splatter, Drama. Des Weiteren bleiben zu viele Fragen offen. Beispielsweise wer die Außerirdischen sind, die mit ihren Signalen die Menschheit in den Wahnsinn treiben und warum sie das Ganze eigentlich machen. Übrig bleibt also ein fader Beigeschmack einer eigentlich recht ordentlichen Story, da es den drei Regisseuren nicht gelungen ist ein homogenes Bild zu zeichnen und somit einen in sich stimmigen Film zu schaffen. Meiner Meinung nach hätten sie nach dem ersten Abschnitt den Film mit einem offenen Ende abschließen und bei einem Kurzfilmwettbewerb antreten sollen.

Die DVD bietet nicht viel. Neben dem Hauptfilm finden sich auf der Scheibe eine Trailershow sowie die deutsche und englische Dolby Digital 5.1 Tonspuren.

 

(Zvonko)


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