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totentanz nr. 29

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The GuillotinesThe Guillotines
(Splendid)

 

1740, frühe Quin-Dynastie: Die Todesschwadron der Guillotines operiert als gefährlichstes Werkzeug des Kaisers Yong Zheng. Doch der geheimbündlerische Orden wird von unterschiedlichen finsteren Mächten im Reich benutzt und sieht sich bei seiner letzten großen Konfrontation der Aufgabe gegenüber, Freund und Feind auseinanderzuhalten.


Unter Kung-Fu-Fans gilt Die Fliegende Guillotine nach wie vor als einer der beliebtesten Filme. Kein Wunder also, dass sich Regisseur Andrew Lau (Legend of the Fist) und Produzent Peter Chan (The Warlords) an einem Remake versuchten. In optischer Hinsicht ist den beiden dabei auch eine erstklassige Neuinterpretation gelungen. Wie so häufig bei Remakes fällt aber bereits nach wenigen Filmminuten auf, dass der Spirit und die Atmosphäre des Shaw-Brothers-Klassikers aus dem Jahr 1974 zu keiner Zeit erreicht werden. Halb so wild, sollte man meinen, wenn zumindest mit reichlich Action entschädigt wird, doch exakt da liegt der Haken an The Guillotines: Die ersten Minuten stimmen den Zuschauer spektakulär auf ein Martial-Arts-Feuerwerk der Extraklasse ein, so sehr fliegen die Fetzen und natürlich auch die Guillotinen. Dieses hohe Tempo kann der Film dann aber leider bei Weitem nicht halten und zeigt sich zusehends als verkapptes Kriegs-Drama mit gelegentlicher – dann allerdings mitreißender – Action. Wer damit und mit den grenzwertigen CGI-Animationen der titelgebenden Waffe leben kann, sollte in jedem Fall einen Blick riskieren. Für das weniger Asia-affine Publikum ist The Guillotines dann aber wohl doch ein wenig zu zäh geraten, auch wenn ihm so einige großartige Fights in hervorragendem Look entgehen.


Splendid bringt den Film in einer ansprechenden Blu-ray-Fassung auf den Markt, wobei auffällt, dass die 3D-Version der ebenfalls aufgespielten zweidimensionalen Fassung bildqualitativ haushoch überlegen ist. Im Prinzip ist das 2D-Bild geradezu eine Frechheit, doch wen kümmert’s, wo bei solch einem durchgestylten Prügel-Flick der dritten Dimension doch ohnehin der Vorzug gegeben werden sollte. Der Sound hingegen weiß in beiden Fassungen, Deutsch und Mandarin, zu gefallen. Als Extras gibt es eine Trailershow.

 

(mosher)


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