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keine_gnade_dvd…Die Keine Gnade Kennen

(Ascot Elite)

 

27. Juni 1976: Auf dem Athener Flughafen wird eine - mit unteranderem knapp 100 jüdischen Passagieren besetzte - Air France Maschine von palästinensischen und von der palästinensischen Idee sympathisierenden Terroristen entführt. Nach kurzem Zwischenstopp in Libyen machen sich die Terroristen mit ihren Geiseln auf den Weg nach Uganda. Dort werden alle Geiseln außer den jüdischen frei gelassen. Ugandas Präsident und Herrscher Idi Amin präsentiert sich als mehr oder weniger hilfreicher Vermittler zwischen Israelis und Palästinensern.  Die Terroristen – oder Revolutionäre, wie sich selbst nennen – fordern von der jüdischen Regierung die Freilassung von mehr als 50 Gesinnungsgenossen, die in Gefängnissen in Israel, Deutschland, Frankreich und der Schweiz inhaftiert sind. Die Terroristen wissen um die offizielle israelische Politik – keine Verhandlungen mit Terroristen – und sind neben ihrer Entschlossenheit - für ihre Sache zu sterben - noch schwer bewaffnet. Israel bereitet neben ihren Verhandlungen mit den Terroristen seinerseits eine gewagte Befreiungsaktion.

 

„…Die Keine Gnade Kennen“ beruht auf wahren Tatsachen und wurde sehr schnell – nur ein Jahr – nach den Ereignissen realisiert. Aufgrund der Thematik fühlt man sich unweigerlich an „Delta Force“ erinnert, allerdings liegt das Augenmerk nicht auf Action. Es ist vielmehr eine nüchterne, sehr realistische Darstellung einer Entführung. Der Fokus der ersten Hälfte des Films liegt ganz klar auf der Entführung. Hier werden das Drama der Geiseln und die Entschlossenheit der Entführer sehr spannend in Szene gesetzt. Die zweite Hälfte richtet den Blick dann auf die Planung der Befreiungsaktion und gipfelt auch schlussendlich in einer sehr realistischen Inszenierung der Stürmung des ugandischen Flughafens Entebbe. „…Die Keine Gnade Kennen“ ist eine spannende und realistische Mixtur aus Thriller und Drama. Der Film überzeugt neben der Inszenierung und dem Einfangen der politischen Gegebenheiten seiner Zeit mit einem sehr guten Cast, bei dem jeder Darsteller ähnlich viel Screentime bekommen hat und von daher einzelne Personen auch nicht wirklich hervorzuheben sind. Des Namedroppings zu Liebe sollen aber die bekanntesten erwähnt werden: Charles „Death Wish“ Bronson“, Martin „Delta Force“ Balsam, Horst „Die Glorreichen Sieben“ Buchholz, Eddie „Kottan Ermittelt“ Constantine, Yaphet „Running Man“ Kotto, John „Der Mann Mit Der Todeskralle“ Saxon, Robert „Over The Top“ Loggia, James „Es War Einmal In Amerika“ Woods. Trotz des Alters ein immer noch sehr sehenswerter und spannender Film und ein Stück Zeitgeschichte.      

 

Ascot Elite bringt diesen Klassiker erstmals Uncut auf den Heimkinomarkt. Die hinzugekommen Szenen geben dem Film gut und gerne 20 Minuten mehr Spielzeit und sind im Originalton mit Untertiteln eingefügt worden. Bild sowie die deutsche und englische Dolby Digital 2.0 Mono Tonspur gehen aufgrund des Alters des Films voll und ganz in Ordnung. An Bonusmaterial ist außer der obligatorischen Trailershow leider nichts mehr enthalten.

 

(Zvonko)


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