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verdingbubDer Verdingbub

(Ascot Elite)

 

Ein düsteres Kapitel der Schweizer Geschichte: 1955 wurden im Emmental Waisenkinder „verdingt“, d.h. sie wurden z.B. Bauern zur Pflege gegeben – mussten dafür aber hart arbeiten. Der junge Max ist einer von ihnen, den es besonders hart trifft. Die Bauernfamilie Bösiger, zu der Max gesteckt wird, ist nicht gerade das was man als „trautes Heim“ bezeichnet. Der Vater ist Säufer und vom Leben enttäuscht, da die Ernte oft misslingt und somit keine Einnahmen da sind. Die Mutter ist geradezu völlig emotionslos und mit der täglichen Arbeit (inkl. Pflege der kranken Oma) völlig überlastet. Auch sie ist mit ihrem Leben alles andere als zufrieden. Dann gibt es noch Jakob, den gerade vom Militär zurückgekehrten Sohn. Er will sich ich de Eltern beweisen und geht ziemlich fies und brutal mit dem jungen Max um. Einzig das Handorgelspiel ist es das Max Freude bereitet nach seinen harten Arbeitstagen. Die junge Lehrerin Esther will ihm helfen und verständigt die Behörden, doch der ortsansässige Pfarrer (der regelmäßig von den Bösigers mit Wein & Wurst versorgt wird) weiß das zu verhindern. Es kommt soweit dass Max im Schweinestall übernachten muss und Jakob ihm seine Orgel zertrümmert. Als das „Verdingmädchen“ Berteli zu den Bösigers kommt, sich Max in sie verliebt, Jakob aber Nachts gewaltsam zu ihr ins Bett steigt, eskaliert die Situation auf dem „Schattenhof“….

 

Ein erschütterndes Drama, das der preisgekrönte Regisseur Markus „Mörderisches Wespennest“ Imboden da hingelegt hat. Man fühlt ganz schön mit wenn der gutmütige Max wie ein Arbeitstier gehalten wird. Es gelingt dem Filmemacher eine zerrüttete Familie darzustellen, für die die tägliche Arbeit Sinn und Zweck des öden Lebens ist. Abends Essen, Trinken und völlig emotionslos auf die Bäuerin steigen – das ist der Alltag auf diesem depressiven Gehöft. Gute Akteure wie Katja „Bandits“ Riemann und Stefan „Mein Führer“ Kurt wissen zu überzeugen und die Kinderdarsteller sind geradezu genial! Toller Film – aber nicht für Zartbesaitete!

 

Die Blu-ray hat Top Bild und dicken DTS HD Master Audio 5.1 Ton in D/E/F/I.

Im Bonusbereich gibt es Behind the Scenes, Making Of, Interviews, Trailer & Unterrichtsmaterial.

 

(Arno)

 


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