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In Extremo 21.10.2016 Wiesbaden/Schlachthof

In Extremo 21.10.2016 Wiesbaden/Schlachthof                              

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In Extremo rufen zu ihrer „Quid pro Quo“-Tour und die Anhänger kommen in Scharen. Schon Wochen vor Konzertbeginn meldet der Schlachthof ausverkauft und es scheint, als müssten sich die Mittelalterrocker über kurz oder lang größere Hallen aussuchen, denn Wiesbaden war bei weitem nicht die einzige Location, die keine Abendkasse mehr aufzustellen brauchte.

manntra1Doch bevor die Durchstarter auf die Bühne kletterten, durften erst einmal Manntra ran. Die eigentlichen Supporter Hämatom mussten die letzten drei Konzerte leider wegen einer Erkrankung eines Mitgliedes canceln, sodass die kroatische Band, die auch schon auf dem In Emanntra2x Jubiläum 2015 auf der Loreley ihr Können zeigte, einspringen durfte. Und tatsächlich sprang der Funke auch an diesem Herbstabend zunehmend aufs Publikum über, denn nachdem Anfangs nur einige Fans der vorderen Reihen den Stilmix aus Neuer Deutsche Härte gepaart mit kroatischer Folklore abfeierten, bekam die Truppe mit zunehmender Spielzeit immer mehr Applaus, der sich zum Ende hin bis in die letzten Reihen zog.


InEx2Aber natürlich wartete jeder der Anwesenden auf den Headliner, der dann auch nach angenehm kurzer Umbaupause die Bühne betrat. Und das gleich mit einem Paukenschlag: „Quid Pro Quo“ (der Titelsong vom neuen Album), „Feuertaufe“, „Zigeunerkat“ und „Vollmond“. Wer diese 4 Songs hintereinander an den Anfang des Sets packt, der hat mit Sicherheit genügend Hits im Gepäck, um 2 Stunden zu füllen. Und so war es dann natürlich auch. Unter Funkenregen und Feuersäulen wurden die Lieder frenetisch abgefeiert, wobei der Schwerpunkt des Sets ganz klar auf dem neuen Album bzw. den neueren Songs lag. Erst das letzte Drittel des offiziellen SetsInEx4 wurde mit dem unverzichtbaren „Spielmannsfluch“ eingeläutet auf den das eher seltener gespielte „Ave Maria“ folgte und mit „Ai Vis Lo Lop“, der älteste Song des Abends, diese Rückschau beendet wurde. Denn danach folgte die neue Säuferhymne „Sternhagelvoll“ und egal, ob das Publikum schon diesem Zustand gleichte oder Abstinenzler einfach die geilen Melodien feierten, dieser Song wie aber auch natürlich die zahlreichen Lieder vorher wie „Rasend Herz“, „Sängerkrieg“ oder „Störtebecker“ wurden lautstark mitgesungen.
InEx5„Küss mich“ leitete dann das letzte Tripple ein, bevor mit „Black Raven“ und „Moonshiner“, beide vom neuen Album, das reguläre Set beendet wurde. Doch die Zugabe folgte sogleich und so kam „Himmel und Hölle“ zum Vorschein, der zwar im Refrain leicht abgeändert daher kam, dennoch aber begeisterte (anstatt in der zweiten Zeile des Refrains die Tonart zu erhöhen, wirdInEx8 diese live tiefer dargeboten, gefällt zwar nur bedingt, ist aber anscheinend gesanglich einfacher).
„Nur ihr allein“ durfte natürlich genauso wenig fehlen, auf den „Liam“ und „Belladonna“ folgten. Und anscheinend haben sich In Extremo selbst einen Gefallen getan, denn anstatt nochmal einen uralt Song auszugraben („Villeman og magnhild“ wäre nämlich InEx3normalerweise so ein üblicher Schlusskandidat), konnte jetzt mit „Pikse Palve“ ein nagelneuer Song gezockt werden, der aber mit Leichtigkeit den Spirit der Anfangstage atmet, aber für die Band eben noch nicht 1000 mal gespielt wurde.
Und so ging ein wunderbarer Konzertabend zu Ende und In Extremo werden es in Zukunft immer schwieriger haben, in ihrer Setlist alle Hits, aber auch neue Songs und Überraschungen InEx6zu platzieren. Denn alleine die Hits nehmen schon fast eine komplette Spielzeit in Anspruch. Es gibt dieser Tage kaum eine weitere Band, die so partytauglich ihre Musik zockt und dabei immer noch ernstzunehmende Kunst abliefert. In Extremo sind ein Geschenk für Liebhaber dieser Musik, hoffen wir, dass wir diese Band noch lange live erleben dürfen und dass die Qualität der Studioalben so erhalten bleibt. Danke In Extremo!

 

(Text: Röbin, Pics: Alexandra Schäfer)

 

http://www.manntra.hr/

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