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Lucifer-V

(Nuclear Blast)

 

Die bisherigen Alben kann man im Grunde alle übereinanderlegen. Eigentlich unspannender Occult Rock-Retro-Kram mit Doom-Tendenz, der mich auf wundersame Weise dennoch anspricht. Vielleicht ist es die Unangestrengtheit mit der Lucifer ihre 70ies-Reminiszenzen von der Leine lassen, vielleicht auch der souveräne Gesang von Zeremonienmeisterin Johanna.

 

Ich könnte tatsächlich nicht behaupten, dass die Musik in irgendeiner Weise sonderlich herausragt (so wie die nicht ganz unähnlichen, aber viel aufregenderen Avatarium in ihrer Frühphase), aber egal ob sie in luftiger Manier Cordhosen vertonen, in psychedelischen Momenten Lavalampen zum Klingen bringen oder in Zeitlupentempo wahlweise den Joint oder den Hammer kreisen lassen – alles ist wunderbar stimmig, kompositorisch gut abgehangen (hängt ja auch schon paar Jahrzehnte) und insgesamt sehr geeignet, um mal den Wahnsinn der Gegenwart zu vergessen.

 

Was für mich übrigens am besten bei dem schummrigen Friedhof-Kriecher „Slow dance in the crypt“ klappt, aber auch beim riffigen „Fallen angel“ ganz achtbar funktioniert. „Riding reaper“ dagegen, hat die Melodie von „Was wollen wir trinken“ intus und irritiert deshalb beim Hören, aber auch ohne weiteres Trinkliedgut ist das Album sehr süffig.

 

Teilweise kämen sicher auch rockaffine Abba-Fans gut mit „V“ zurecht, von meiner Warte aus hätte es hingegen gerne einen Tick borstiger sein dürfen.

 

(Chris)

 

https://luciferofficial.bandcamp.com/album/lucifer-v


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