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HEIR_APPARENT_ViewFromBelow.jpgHeir Apparent – The View From Below

No Remorse Records

 

Mit Heir Apparent und Fifth Angel legen diesen Monat zwei absolute Kultbands der 80er ihre neuen Alben vor. Beide Bands haben jeweils `86 und `89 zwei Alben veröffentlicht und im Falle HEIR APPARENT gab es sporadisch immerhin noch ein paar Demosongs, während man im Lager der FIFTH ANGEL Fans schon alle Hoffnung aufgegeben hatte. Das erste HEIR APPARENT Album „Graceful Inheritance“ steht als eines der eigenständigsten, technischen US-Metal Alben der 80er (wenn nicht sogar überhaupt) in der Vita der Band aus Seattle. Auf dem Zweitling „One Small Voice“ schlug die Band deutlich gemäßigtere und proggigere Töne an. Dieser leichte Stilwechsel, sowie die sehr zurückhaltend abgemischten Gitarren, kamen nicht bei allen Fans an. Ich mache es kurz und schmerzhaft, einen Schritt zurück zum Debut machen HEIR APPARENT auf „The View From Below“ nicht, im Gegenteil. Die Band agiert noch proggiger, zurückhaltender und teilweise moderner. Vergangenheit ist auch der Signature Gitarrensound von Terry Gorle, der besonders dem Debut einen ganz besonderen Touch gab. „The View From Below“ ist größtenteils langsam, groovend und bedächtig, anstatt mit halsbrecherischen Riffs oder Läufen etwas mehr Adrenalin zu versprühen. Fantastisch ist allerdings der neue Sänger Will Shaw, dessen Stimme schon auf dem Keep It True für Gänsehaut gesorgt hat. Gänsehaut ist auf „The View From Below“ auch garantiert, wenn der Mann seine Stimme von balladesken Passagen bis in fantastische Höhen schraubt. Der Opener „Man In The Sky“, dessen Riffs sich mit dem letzten Song „Insomnia“ teilweise frappierend ähneln, zeigt schon die Richtung auf. Im Folgenden, sehr groovigen, „The Door“ geht Shaw dann gleich in die vollen und zeigt die komplette Bandbreite seines Könnens. Beide Songs sind stark, aber langsam bis schleppend und stehen für die Grundausrichtung des Albums. Die Ballade „Here we aren’t“ geht toll unter die Haut und ist ebenfalls fantastisch gesungen. „Synthetic Lies“ hingegen ist ein experimenteller, sehr sperriger Song, toll arrangiert, aber kein Kandidat für die Repeat-Taste. Mit „Savior“ blitzen einmalig dir frühen Tage auf. Ein flotter Banger, mit Doublebass und fantastischen Strophen Riff, von denen ich gerne noch einige gehört hätte. Mit den letzten drei Songs schleppt sich das Album leider sehr seinem Ende entgegen. „Road To Palestine“ kann noch mit einem tollen Strophenriff und recht harten Gitarren punkten, „Further and Farther“ und „Insomnia“ hinterlassen bei mir leider keinen bleibenden Eindruck. Musikalisch ohne Frage ein tolles Album, das überwiegend langsame Material dämpft die Begeisterung über die kompletten 46 Minuten doch sehr.

 

(Schnuller)

 

https://www.heirapparent.com/

 


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