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Nex Carnis - Obscure Visions Of DarkNex Carnis - Obscure Visions Of Dark

(Nightbreaker Productions)

 

 

Extremer Oldschool Death Metal aus dem Iran? Dieses Herkunftsland hätte ich wohl am allerwenigsten mit diesem Genre in Verbindung gebracht. NEX CARNIS (totes Fleisch) spielen einen schnellen, derben und kompromisslosen, an den US Sound angelegten Todesstahl, der es gewaltig in sich hat. „Obscure Visions Of Dark“ markiert das Debüt der Teheraner und verspricht Melodic Death Geballer mit Blastbeatsalven satt. In ihrem Gründungsjahr 2012 haute das iranisch/tschechische Todesschwadron bereits ihr allererstes auditives Lebenszeichen in Form der Demo „Death Of The Flesh“ raus, dann folgte drei Jahre später, genauer gesagt am 23. Mai 2015 das erste full-length Album, das uns allerdings erst dieser Tage zugesandt wurde. 34:01 Minuten und sechs Tracks, die alle zwischen einer Lauflänge von 4:30 und 6:55 Minuten liegen, hat das persische Death Metal Trio in einer sauberen und gelungenen Produktion auf ihren Silberling gebannt.

 

Die schnellen, brutalen Rhythmen, die der Tscheche Jirka "Jurgen" Zajíc aus seinen Fellen drischt und die stellenweise etwas unkonventionellen, aber starken Riffs, die sich Incruent aus den Saiten leiert, garniert Fronter Asto Vidatu mit seinem dunkelrauchigen, leprakranken Retro Todeshauch Gegrunte. Das stilistische Konzept wirkt abgeklärt und verspricht verdammt viel Abwechslung, ist andererseits aber auch an Kompromisslosigkeit kaum zu überbieten. Beim dritten Track „Dissolution in Vortex of Sanity“ übertreibt es die Iran/Tschechien Koalition allerdings mit gut gemeinten „Endlosschleifen“ gewisser Riffs, die direkt neurotisch, andererseits aber auch schön krank und dramatisch wirken. Das ist aber auch schon so ziemlich das einzige, was es hier zu nörgeln gibt, denn NEX CARNIS drehen gerne mal am Geschwindigkeitskarussell, spielen mit kurzen, prägnanten Breaks, fahren fette, leider viel zu selten einsetzende Solis ein und lassen einen kaum wahrnehmbaren orientalischen Touch in ihr musikalisches Spektrum einfließen.

 

Das brutale Hochgeschwindigkeitsgeschoss „Obscure Visions Of Dark” bietet alles andere als unbedachtes und sinnloses Geknüppel, vielmehr leidenschaftliche, schwere Riffsalven und etliche, hintereinander weggezockte Geschwindigkeits- und Strukturwechsel, um tödlicher Langeweile erst gar keine Chance zu geben, sich irgendwo auf dem Album zu manifestieren. Diese bedrohliche Aura ist die Begleitmusik zur Exhumierung des pure-fuckin’ Death Metal. Die Produktion ist ganz ordentlich und bietet ziemlich cool und abgeklärt gespielte Mucke, die für Death Metal Puristen der ersten Stunde endfette Ohrenprügler bietet. Unbedingt mal reinhören!!!

 

(Janko)

 

www.facebook.com/nexcarnis


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