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Virus: 32Virus: 32

(Plaion)

 

In Uruguays Hauptstadt Montevideo geht die Nachtwächterin Iris ihrem Job nach. Bei der Zusage zu einer Zusatzschicht, muss sie ihre Tochter Tata mitnehmen, da sie sonst nirgends unterkommen kann. Die Spätschicht in der leeren Sportanlage fängt unspektakulär an. Iris und Tata bewegen sich auf der Anlage und gönnen sich auch Spaß mit diversen Sportuntensilien. Als Iris Zeugin einer gewaltvollen Auseinandersetzung wird, denkt sie noch an einen Überfall. Noch ahnt sie nicht, dass der Gewaltausbruch Resultat einer Wesensveränderung - ausgelöst durch ein unbekanntes Virus – ist. Wut, Raserei, Gewaltausbrüche und niedere sadistische Instinkte befallen die Infizierten. Immer mehr der Infizierten finden den Weg in die Sportstätte. Iris und Tata werden getrennt und kämpfen nicht nur darum wieder zueinander zu finden, sondern auch ums Überleben. Die rohe und unkontrollierte Gewalt mit der die Infizierten vorgehen, lässt wenig Chancen zur Verteidigung und Flucht zu. Kleiner Hoffnungsschimmer ist, dass die Infizierten nach dem intensiven Zustand der Raserei in für den Zeitraum von 32 Sekunden (der Titelgebende Umstand) in einen Tranceähnlichen Modus fallen. Dieses kleine Zeitfenster bietet den gesunden Menschen die Chance kurz durchzuatmen, weg zu rennen oder sich mit einer eigenen Attacke zu verteidigen.

 

Die Uruguayisch/Argentinische Co-Produktion „Virus: 32“ ist ein kleiner Geheimtipp. Mit Produktionskosten von ca. 1,5 Millionen US-Dollar hat er wohl ei Vielfaches (ca. 51 Millionen US-Dollar) eingespielt. Das geringe Budget fällt dabei weder bei den Schauspielern, noch bei Masken und Make-Up oder beim Setting auf. Die Zombies oder Infizierten haben weniger traditionelle Zombie-Eigenschaften - schlurfen also nicht halb-tot auf der Suche nach lebenden, nicht infizierten durch die Gegend – sondern sind in Tradition von Darstellungen wie „28 Days Later“, „World War Z“, „Train To Busan“ unheimlich dynamisch, schnell und stark unterwegs. Darüber hinaus sind sie körperlich nicht in einem Verwesungsähnlichen Zustand, sondern - ähnlich wie erst kürzlich im Taiwanesischen Genrebeitrag „The Sadness“ - optisch noch halbwegs normal. Auch die Wesensveränderung der Zombies, hin zum primitiven Verhalten mit roher Gewalt, Wut, Raserei und Befriedigung niederer sadistischer Instinkte erinnert an „The Sadness“, wenn auch ohne die ganz explizite und exzessive Gewaltdarstellung. Die Geschichte um Iris und ihre Tochter Tata hat einen guten Spannungsbogen, der den Zuschauer fesselt. Die Darsteller überzeugen und die dynamische Darstellung der Zombies gefällt ebenfalls. Mit „Virus: 32“ ist ein intensiver wie spannender Zombiefilm gelungen, der den klassischen Pfad des Zombiegenres verlässt und durchaus die eine oder andere neue Idee reinbringt. Sehenswert.

 

Die Blu-ray von Plaion Pictures erscheint mit kräftigem Bild und sattem Sound. An Extras gibt es neben dem Originaltrailer noch eine kleine Trailershow.

 

(Zvonko)

 


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