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OverlordOverlord

(Bildstoerung)

 

1944, also gegen Ende des zweiten Weltkrieges, meldet sich der junge Engländer Tom Beddows zur Armee. Er verabschiedet sich von seinen Eltern und macht sich auf den Weg zur Grundausbildung. Diese ist recht hart und es herrscht ein rauer Ton. Doch Tom findet Kameraden mit denen er sich gut unterhalten kann und die seine skeptische, nachdenkliche Art mögen. Und am Vorabend des Einsatzbefehls Richtung Südküste lernt er in einem Tanzcafe für Soldaten sogar ein nettes Mädchen kennen. Doch mehr als ein paar schöne Stunden können die jungen Liebenden nicht miteinander verbringen, denn die Armeen sammeln sich um in die Normandie überzusetzen - der "D-Day" nähert sich und Tom ist mittendrin!

 

Regisseur Stuart "Magic Man" Cooper (der wohl auch als Darsteller im Klassiker "Das Dreckige Dutzend" zu sehn war)hat hier 1975 einen Antikriegsfilm geschaffen der ganz ruhig und unaufdringlich wirkt. Immer wieder träumt der Hauptdarsteller vom Krieg und er ahnt geradezu das es für ihn nicht gut ausgehen wird. Dies schreibt er sogar seinen Eltern im letzten Brief vor der großen Offensive. Die Soldaten werden hier nicht heroisch, sondern ganz intim verletzlich und sehr nah gezeigt. Die Angst und Beklemmung die sich breit macht je näher der "D-Day" rückt, ist in den Gesichtern der jungen Uniformierten zu sehen. Man hat Originalaufnahmen von damals mit in den Film integriert und das macht die Sache noch authentischer, entsprechend ist der Streifen in S/W gefilmt. Da sieht man sogar direkt wie aus den Fliegern Bomben abgeworfen werden. Stanley Kubrick hat sich seinerzeit sehr positiv über den Film geäußert und die allgemeinen Kritiken sind sehr gut. Ich kann der Message und der Machart des Streifens durchaus auch viel abgewinnen, finde den Movie aber insgesamt zu schwierig, zu sehr "Kunstfilm". Der reine Unterhaltungsfaktor ist meiner Meinung nach zu niedrig. Auch wenn der Film nur 80 Minuten hat, so sind diese doch nur schwer verdaulich und mit viel Geduld zu ertragen. Wer aber mit so was klarkommt und vielleicht "Johnny zieht in den Krieg" (der Film aus dem Metallica Ausschnitte für ihren "One" Videoclip verwendeten) gut fand, der liegt hier beim "Overmaster" richtig!

 

Ein Lob auf jeden Fall für die DVD Umsetzung, denn diese ist mal wieder vorbildlich genial! Die Amaray Hülle steckt im Bildstoerung üblichen festen Pappschuber in sehr guter Aufmachung mit Booklet voller Infos. Die Disc hat restauriertes Bild und guten Ton in D/E mit UT´s in D. Die Extras sind reichlich, es gibt Interviews mit Beteiligten, Reportage über Kameramänner des Krieges, Kurzfilm von Stuart Cooper, Propagandafilm, Trailer und einen Audiokommentar. "Overmaster" war lange Zeit schwer zu finden und stellt damit natürlich eine ideale weitere Veröffentlichung des Bildstoerung Labels dar.

 

 

 

(Arno)


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