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Warrior Soul - Stiff Middle FingerWarrior Soul - Stiff Middle Finger

(Livewire Records)

 

Wie viele echte Typen gibt es überhaupt noch in der Rock/Metal-Szene? Ich würde behaupten, dass zwei Hände völlig ausreichend sind, um diese aufzuzählen. Einer dieser mit Authenzität gesegneten Motherfucker ist Warrior Soul-Chef Kory Clarke, der stets seinen Weg gegangen ist und zwar ohne Rücksicht auf (kommerzielle) Verluste. Dass der eine oder andere Exzess dazu geführt hat, dass seine Stimme mittlerweile deutlich angeschlagen klingt, darf allerdings auch nicht verschwiegen werden. Aber dafür bietet diese Type vor allem in kleinen Clubs enorm intensive Live-Shows, die stets ein viel zu kleines, aber durchweg begeistertes Publikum zurück lassen.  Und "Stiff Middle Finger"? Dieses Album repräsentiert diese Gegensätzlichkeit und Credibility der Band in bester Manier.  In den Bereich früher Großtaten wird man zwar nie mehr gelangen, aber alleine mit "A Drink To All My Friends" (erinnert an "Love Destruction"), "Junky Stripper" (hat Anleihen an Kiss' "War Machine"), "Sparkle Baby" und "Occupy" sind mehr als gelungene Nummern am Start. Die Texte sind auch wieder typsich Clarke und richten sich vorwiegend gegen die herrschenden Zustände in unserem System - schnoddrig und direkt "in your face". Für Warrior Soul-Fans steht ein Erwerb von "Stiff Middle Finger" völlig außer Frage. Der Rest darf gerne erstmal ein Ohr riskieren, da auch die Produktion den verwöhnten High-Tech-Fetischisten etwas Kompromissbereitschaft abverlangt. Ansonsten MUSS man von Warrior Soul "Last Decade Dead Century", "Drugs, God And The New Republic" und "Salutations From The Ghetto Nation"  im Schrank stehen haben, wenn man auf intensiven, dreckigen und vor allem eigenständigen Heavy Rock mit Punk-Attitüde, rauchigen Vocals und gerne mal politischen Texten steht.

 

(Hansy)

 

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