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NUG - Alter EgoNUG - Alter Ego
(Willowtip Records)

Aus Iwano-Frankiwsk, in der gleichnamigen Oblast der Westukraine, stammen die Post/Progressive Metaller NUG, die sich im Jahre 2017 gründeten und im darauffolgenden Jahr, mit der 4-Track-EP "Темна маса" (Dark Mass), erstmals ein auditives Lebenszeichen von sich gaben. Nun folgt mit "Alter Ego" der 49:04 Minuten rotierende full-length Erstschlag des ukrainischen Quintetts, welcher acht progressive, melancholisch-spacige Nummern beinhaltet (wenn man das 02:24-minütige Intro "The Birth" mitzählt), die neben den vielen kosmisch-sphärischen Klängen auch einige schwarzmetallische Elemente mit schwach ausgeprägten Hardcore- oder auch mal Industrial-artigen Auswüchsen anzubieten hat. Sänger und Keyboarder Yura Dubrovskiy röhrt sich hierbei mit seinem aggressiven, zumeist langgezogenen Death Roaring, über das ab und an auch mal Klargesang gelegt wurde, die Stimmbänder blutig.

 

Melodische Leads, die hin und wieder mal mit Tremolo belegt oder akustisch angezupft werden, sind zumeist Hauptbestandteil der Einleitungen, sowie der Bridges, in denen somit immer wieder episch ausufernde Ruhepausen eingelegt werden. Speziell beim Überhammer-Titeltrack "Shores". Ein Song mit ultrageil spacigem Soundlayer-"Surroundsound". Hinzu gesellt sich eine fett bratende Bassaxt, die sich an ausgewählten Stellen immer wieder sauber durch- oder gar in den Vordergrund drückt. "Alter Ego" hält sich dabei vorwiegend in den unteren Bereichen des Geschwindigkeits-Levels auf und ist Musik zum Träumen und Genießen, die allerdings neben dem aggressiven Death Roaring ab und an auch deftige Ausbrüche und so einige neurotische Loops für sein potenzielles Auditorium bereithält. NUGAnsonsten gilt es häufig ausladende, rein instrumentale Passagen zu absorbieren, die stets in eine dynamisch-treibende Soundkulisse eingetaucht sind.

 

Der stark inszenierte, sphärische Progressive Post Metal, den "Alter Ego" zu bieten hat, zieht seine Hörerschaft tief hinab in den Abyss einer gefühlskalten Welt und lässt selbige so schnell nicht wieder daraus entfliehen. Das Debüt der ukrainischen Post Metaller wurde von den Toningenieuren Valentin Zhulenko und Oleg Moroz bei Frost Magnetic Records aufgenommen. Der finale Mix stammt von Valentin Zhulenko. Das Mastering wurde im Studio Lipky Zvukozapys vorgenommen. Das gut durchdachte "Alter Ego" klingt vom Sound oder den Arrangements her auch nicht anders als das siebte Album einer Band, die bereits lange Jahre im Geschäft ist. Will heißen, dass NUG bereits jetzt schon mit den großen Pissen gehen können. Der Bandname NUG ist im Übrigen dem Cthulhu Mythos entnommen. Hier sind Nug und Yeb (die blasphemischen Zwillinge), Eltern und Schöpfer von Cthulhu.

(Janko)

https://www.facebook.com/nugband/

 

 

Hier checkt ihr die Post Metal/Space-Tracks:

Beast / Звір:

https://youtu.be/F0eDCF5wQDY

 

"Shores / Береги":

https://youtu.be/-awsJitsJz0


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