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Musikreview Totentanz-Magazin

God Bless Ozzy Osbourne - DokuGod Bless Ozzy Osbourne - Doku

(Eagle Vision)

 

Man muss nicht Rock oder Heavy Metal Fan sein um schon mal was von John Michael Osbourne gehört zu haben. Ozzy Osbourne - es gibt wohl kaum jemanden der ihn nicht kennt oder schon von ihm gehört hat. Der Metalgemeinde ist er natürlich als erster und legendärer Sänger von BLACK SABBATH bekannt, der Songs wie "Iron Man", "Paranoid", "War Pigs" oder "Sabbath Bloody Sabbath" mit seiner schizophren-psychedelischen Stimme veredelt hat oder aber später für Songs wie "Crazy Train", "Bark At The Moon", "Ultimate Sin" oder "Mr Crowley" als Solo Künstler verantwortlich ist. Die Nicht Metalfans kennen Ozzy spätestens seit der MTV Sendung "The Osbournes". Natürlich hat man auch schon unzählige Male von den krassen Drogeneskapaden und Saufgelagen des "Prince Of Darkness" gelesen und gehört. Und niemand - nicht mal Ozzy selbst - hätte es für möglich gehalten, dass er mit diesem Lebensstil auf eine 40 jährige Bühnenkarriere und auf 62 Lebensjahre zurückblicken kann. Zusammen mit ihm kann es der Zuschauer aber durch die von seinem Sohn Jack produzierte Rockumentary "God Bless Ozzy Osbourne". In diesem sehr gelungen filmischen Werk wird Ozzy´s Aufstieg aus der Birminghamer Arbeiterklasse und Unterschicht durch den Erfolg von BLACK SABBATH gezeigt, genauso aber auch der tiefe seelische (Ab)Sturz durch übermäßigen Drogen- und Alkoholkonsum, der durch schicksalshafte Ereignisse - wie beispielsweise dem Rauswurf bei SABBATH oder dem tödlichen Flugzeugunglück seines Freundes und Gitarristen Randy Rhoads noch verstärkt wurden oder dem Mordversuch an seiner Frau Sharon - und etliche andere Eskapaden. Und das alles ungeschönt. Es kommen alte Weggefährten (unter anderem alle BLACK SABBATH Mitglieder) genauso zu Wort wie Familienmitglieder (die drei Schwestern, die beiden unbekannten Kinder aus erster Ehe, genauso wie die unbekannte Aimee (die auf den MTV Quatsch "The Osbournes" keinen Bock hatte) und natürlich Kelly, Jack und seine Frau Sharon). Es wird dem Zuschauer ein Blick hinter die Fassade von Ozzy ermöglicht, der den Privatmann Ozzy zeigt und nicht den Prince Of Darkness. Es wird ein Mann gezeigt, der seit frühester Kindheit an Legasthenie und ADHS leidet, zudem an einem Mangel an Selbstbewusstsein und Minderwertigkeitskomplexen, der den Clown und Spinner nur spielt um seine Schwächen zu verdecken. Auch die Drogen und der Suff haben ihn in ziemlich selbstzerstörerischer Weise geholfen diesen Vorhang gespannt zu halten. Es wird auch gezeigt wie sehr er seinem Umfeld mit seinen Eskapaden geschadet hat und das er seinen Kindern nie ein wirklicher Vater war, der an einem Geburtstag oder einer Schulaufführung zugegen war. Kurzum, in etwas mehr als zwei Stunden Spielzeit wird ein authentischer und ungeschönter Blick auf das Leben von Ozzy Osbourne geworfen, der niemanden kalt lässt, ganz egal ob Metal Fan oder nicht. Es wird alles geboten, dass den Zuschauer zum Lachen, Weinen, Staunen, Kopfschütteln bringt und am Ende doch den Hut - vor diesem großartigen und trotz allen Erfolgs Bodenständig gebliebenen Mann - ziehen lässt. God Bless Ozzy Osbourne! Der Film ist nur in englischer Originaltonspur zu sehen (was auch gut so ist) und beinhaltet diverse Untertitelspuren (darunter selbstverständlich die deutsche). Bild und Ton sind sehr gut (selbst das alte Film und Fernsehmaterial, dass eingespielt wird). An Extras gibt es ein "Question & Answer Interview mit Ozzy und seinem Sohn und Produzenten Jack, dazu entfallene Szenen und ein Beitrag vom Tribeca Film Festival auf dem die Rockumentary vorgestellt wurde.

 

(Zvonko)

 

www.ozzy.com


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